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Leitlinien für problemorientierte Lehrveranstaltungen:
Mit instruktionaler Unterstützung lernen
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Zitat REINMANN-ROTHMEIER/MANDL: Leitlinie 5 für problemorientierten Unterricht
"Lernen ohne jegliche instruktionale Unterstützung ist in der Regel ineffektiv und führt leicht zur Überforderung. Lehrende können sich deshalb nicht darauf beschränken, nur Lehrangebote zu machen, sie müssen den Lernenden auch anleiten und insbesondere bei Problemen gezielt unterstützen.
Die Lernumgebung ist so zu gestalten, dass neben vielfältigen Möglichkeiten eigenständigen Lernens in komplexen Situationen auch das zur Bearbeitung von Problemen erforderliche Wissen bereitgestellt und erworben wird."
Der Vorteil (Anmerkung FRI): effizienteres, zielgerichteteres Lernen, Lernende erfahren Erfolgserlebnisse und müssen nicht "jedes Rad nochmals (meist schlechter) neu erfinden".
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Ausgangspunkt:
vom Vorwissen ausgehend unterstützende bis lenkende Eingriffe in geeigneter realer oder virtueller Lernumgebung
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- Bsp. 1: Biologiepraktika
Die PHS-Biologiepraktika vermitteln einerseits Grundlagenwissen theoretischer und praktischer Art (theoretisch: grundlegende biologische Konzepte [= Sachwissen], praktisch: experimentelles Know-how [= Prozesswissen] und andrerseits auch Praxiswissen [z.B. Experimente, die sich auch als Schulversuche eignen].
Das Lehrangebot sind die abgegebenen Versuchsanleitungen und die bereitgestellten Gerätschaften, Chemikalien und biologischen Objekte. Der erfahrene(re) Biologiedozent stellt auf studentische Nachfrage bzw. aus eigenener Veranlassung sein theoretisches und experimentelles Wissen in Form von Demonstrationen, Tipps oder konkreten Vorschlägen zur Verfügung. Gerade im experimentellen Bereich wäre ein radikal- bis gemässigter konstruktivistischer Ansatz aus Zeitgründen absolut chancenlos (eine "milde konstruktivistische Form" wird am Bsp. der pflanzlichen Keimung/Entwicklung durchgespielt (offenes Praktikum: "Pflanzliche Keimung/Wachstum/Entwicklung")).
- Bsp. 2: Freilandexkursionen mit klarem Arbeitsauftrag
Fallbeispiele Exkursionen im Rahmen der Ökologieveranstaltung: Die klar formulierten Arbeitsaufträge können von einer Studiengruppe (3-5 Personen/Gruppe) entweder frei gewählt werden bzw. sie werden den einzelnen Gruppen zugeteilt. Die Arbeitsgruppe teilt selbstverantwortlich die zur Verfügung stehende Zeit ein, nimmt die verschiedenen Messungen vor, berichtet anschliessend vor Ort über erste Ergebnisse und Erkenntnisse und verfasst einen auswertenden Schlussbericht, der vom Biologiedozenten angereichert zu einem Gesamtbericht koordiniert und allen Lernenden abgegeben wird.
Rolle des Biologiedozenten: Auswahl Standort, Auswahl der möglichen Beobachtungen und experimentellen Untersuchungen, Instruktion vor Ort über messtechnische Fragen, ad-hoc-Beratung bei aufkommenden Fragen bzw. Problemen während der Ausführung der Experimente, "Synthesebericht".
Bsp. Arbeitsaufträge: Waldexkursion Wiesenexkursion Gewässerexkursion
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Lernumgebung
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Bsp. 1: Biologiepraktika
Ausrüstung: Laborinfrastruktur, experimentelles Know-how und Bio-Fachbibliothek.
Bsp. 2: Freilandexkursionen
Ausrüstung: Anleitungen zu den einzelnen Beobachtungen und Messtechniken, mobile Messsysteme, Feldliteratur (z.B. Bestimmungsbücher, CD-ROM und Notebook zur Bestimmung der CH-Flora)
Bsp. Wald Wasser Wiese
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Literatur:
REINMANN-ROTHMEIER, G., MANDL, H.: Unterrichten und Lernumgebungen gestalten. - In: KRAPP, A., WEIDENMANN, B. (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. BELTZ/VPU, Weinheim, 4. Aufl. (2001)
23.05.2002
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