PHS-Biologie
Tipps zu botanischen Exkursionen

Pflanzen kennen lernenPfl

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Stand: 280501
.Pflanzenbestimmungsliteratur........................weitere Pflanzenliteratur

Tipps zu pflanzenkundlichen Exkursionen

1. Einiges zu Exkursionen

Exkursionen vermitteln lebendige Anschauung, wenn sie an ausgewählten Beispielen (exemplarisch!) grundlegende Eigenschaften von Lebewesen demonstrieren, und zwar besonders, wenn der Zusammenhang zu den Eigenheiten der Umwelt durch diese sichtbar gemacht werden kann.

Darüber hinaus können sie den Lernenden für
biologische Probleme motivieren, d.h. die Freude und das Interesse an der lebendigen Umwelt, in der wir leben, wecken und fördern.

Unter den
formalen Zielen einer Lehrwanderung sind neben der Förderung sozialen Verhaltens (z.B. Erlernen von Zusammenarbeit) wichtige Lernergebnisse zu erwarten. Die Anwendung des Buchwissens auf das reale Objekt und die Möglichkeit zu eigenständiger Auseinandersetzung mit bestimmten Themenkreisen ("forschendes" Lernen) seien als besonders wichtige Beispiele herausgegriffen.

Exkursionen müssen gut vorbereitet werden:

1. Arbeitsmittel (Lupen, Bestimmungsliteratur, evtl. Nachschlagewerke, Pflanzenkarten, Taschenmesser, evtl. Gärtnerschaufel, Sammelbehälter und Notizmaterial, evtl. Material für einfache ökophysiologische Versuche)

2. Bei wenig Exkursionserfahrung unbedingt eine Vorexkursion durchführen, um solche interessanten Objekte zu finden und für die Schüler/Schülerinnen auszuwählen, die ohne Schaden für den Standort ausreichend verfügbar oder zumindest gut sichtbar sind

3. Klares Konzept zur Exkursion erarbeiten: das intensive Studium und Verständnis einer begrenzten Zahl ausgesuchter Beispiele sollte im Vordergrund stehen, denn letztlich kommt es immer darauf an, Natur in all ihrer Vielfalt und Schönheit begreifen zu lernen. Die so gesammelten Erfahrungen an einzelnen Objekten sollen zumindest zum Zeitpunkt der abschliessenden Auswertung auch allgemeine Gesichtspunkte erkennen lassen. Bekannte Rahmenthemen sind u.a. Frühjahrspflanzen, Kulturpflanzen der Äcker, Verbreitungstypen von Samen und Früchten, Heilpflanzen, Duft- und Aromapflanzen, essbare Wildkräuter, u.v.a.


2. Ausführung

Erklären Sie den Schülerinnen/Schülern das Rahmenthema, z.B. "Wir wollen feststellen, welchen Heilpflanzen wir auf unserer Exkursion begegnen und uns dann vertieft mit diesen Pflanzen abgeben". Ergründen Sie zunächst das Vorwissen der Schüler/Schülerinnen ("Welche Heilpflanzen kennt ihr überhaupt und wozu kann man sie einsetzen?"). Geben Sie dann evtl. als Liste eine Auswahl der zu erwartenden Heilpflanzen entlang Ihres Weges ab mit einem klaren Suchauftrag
Wird unterwegs von den Schülern eine Heilpflanze "entdeckt", so übernimmt ein Schüler diese Pflanze (d.h. er sammelt ein Exemplar im Plastikbeutel mit etwas feuchter Watte umwickelt) und bekommt das passende Pflanzenportrait, resp. geeignete Literatur dazu.

3. Auswertung

Auf der Exkursion: am Ende des Lehrganges (maximal 2 Std., maximal 20 Pflanzen) werden sämtliche Pflanzen in Gläschen ausgestellt (z.B. auf einer Mauer, auf einem mitgenommenen Campingtisch) und jede verantwortliche Schülergruppe bereitet anhand der Unterlagen einen "Minivortrag" über "ihre" Pflanze vor. Die Schülergruppe wählt die für sie wichtigen und interessanten Informationen aus; die Lehrperson ergänzt höchstens mit wichtigen Zusatzinformationen. Anschliessend wird noch genügend Zeit eingeräumt, damit sich jede Schülerin und jeder Schüler die Pflanzen anschauen und einprägen kann. Am Schluss werden die Pflanzen frisch oder gepresst in die Schule genommen.

In der Schule wird mit dem frischen oder gepressten Material eine thematische Pflanzenausstellung gemacht und die einzelnen Pflanzenporträts zu den entsprechenden Pflanzen gelegt. Während einigen Tagen haben die Lernenden noch Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen oder zu verfestigen.
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Anfragen/Anregungen:
Kurt.Frischknecht@unisg.ch