1. Einiges zu Exkursionen |
Exkursionen vermitteln lebendige Anschauung, wenn sie an ausgewählten Beispielen (exemplarisch!) grundlegende Eigenschaften von Lebewesen demonstrieren, und zwar besonders, wenn der Zusammenhang zu den Eigenheiten der Umwelt durch diese sichtbar gemacht werden kann.
Darüber hinaus können sie den Lernenden für biologische Probleme motivieren, d.h. die Freude und das Interesse an der lebendigen Umwelt, in der wir leben, wecken und fördern.
Unter den formalen Zielen einer Lehrwanderung sind neben der Förderung sozialen Verhaltens (z.B. Erlernen von Zusammenarbeit) wichtige Lernergebnisse zu erwarten. Die Anwendung des Buchwissens auf das reale Objekt und die Möglichkeit zu eigenständiger Auseinandersetzung mit bestimmten Themenkreisen ("forschendes" Lernen) seien als besonders wichtige Beispiele herausgegriffen.
Exkursionen müssen gut vorbereitet werden:
1. Arbeitsmittel (Lupen, Bestimmungsliteratur, evtl. Nachschlagewerke, Pflanzenkarten, Taschenmesser, evtl. Gärtnerschaufel, Sammelbehälter und Notizmaterial, evtl. Material für einfache ökophysiologische Versuche)
2. Bei wenig Exkursionserfahrung unbedingt eine Vorexkursion durchführen, um solche interessanten Objekte zu finden und für die Schüler/Schülerinnen auszuwählen, die ohne Schaden für den Standort ausreichend verfügbar oder zumindest gut sichtbar sind
3. Klares Konzept zur Exkursion erarbeiten: das intensive Studium und Verständnis einer begrenzten Zahl ausgesuchter Beispiele sollte im Vordergrund stehen, denn letztlich kommt es immer darauf an, Natur in all ihrer Vielfalt und Schönheit begreifen zu lernen. Die so gesammelten Erfahrungen an einzelnen Objekten sollen zumindest zum Zeitpunkt der abschliessenden Auswertung auch allgemeine Gesichtspunkte erkennen lassen. Bekannte Rahmenthemen sind u.a. Frühjahrspflanzen, Kulturpflanzen der Äcker, Verbreitungstypen von Samen und Früchten, Heilpflanzen, Duft- und Aromapflanzen, essbare Wildkräuter, u.v.a.
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