PHS-Biologie: Testatbedingungen 1sm
Bsp. Gesundheit - Krankheit
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| PHS-INTERNA....Testatbedingungen 1sm WS 2001/02....Testatbedingungen 2sm SS 2002.......Humanbiologie 1... |
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Stand: 20.11.01
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Testatbedingungen WS 2001/02
1sm - Humanbiologie |
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Testatbedingungen |
Termine |
1sm - WS 01/02
Humanbiologie I |
Zusätzliche Angaben zu 2.: |
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2. Miniporträt einer Krankheit:
In 2er Gruppen wird ein Krankheit, bzw. ein/eine gesundheitserhaltender Aspekt/Massnahme aufgearbeitet. Die folgenden Kriterien sollten dabei beachtet werden:
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Umfang des Porträt: zwischen 2-3 A4-Seiten |
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Zielgruppe: primär Lehrkräfte (Arbeitsblatt: für Lernende) |
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Hauptfunktion: Informationsblatt/Datenblatt als rascher Einstieg ins Thema |
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Die ausgewählte Krankheit bzw. der bearbeitete Gesundheitsaspekt sollte für das Alter der Zielgruppe (Jugendliche der S-I-Schulstufe) relevant sein |
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Die Arbeit sollte wie folgt aufgebaut sein
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Titel: knappe, aussagekräftige Überschrift
- Einleitung: Begründung der Wahl (Wieso ist diese Krankheit/bzw. dieser Gesundheitsapekt für die Sekschüler/Sekschülerinnen von Bedeutung)
- Kurzporträt der Krankheit/des Gesundheitsaspekts: Allgemeine Angaben zur Krankheit/Gesundheitsapekt (Fachinformationen für die Lehrkraft aufbereitet, nicht für die Lernenden!)
- "Anstösse" zur Auseinandersetzung mit dem Thema (Fragen, Anregungen für die Lernenden, sich intensiver mit dem gewählten Gesundheits- bzw. Krankheitsaspekt auseinanderzusetzen)
- Literaturangaben/Quellenverzeichnis/evtl. Internetadressen
Vorname/Name der Verfasser/Verfasserinnen, Klasse (1sm), Bezeichnung der Veranstaltung (Humanbiologie 1) Semesterbezeichnung (WS 2001/02).
(Muster:
Sonja Weber/Karl Müller
1sm, WS 2001/02
Humanbiologie 1)
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Das "Produkt" sollte kopierfähig und termingerecht abgeliefert werden |
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laufend (zur Korrekturlesung, evtl. Überarbeitung), spätestens aber bis 14.01.2002 |
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WS 01/02
SLA 1sm
Human-
biologie I |
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Beispiel eines Krankheitsporträts:
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Wieso werden wir überhaupt krank?
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1. Einleitung
Die beiden Sprichwörter "Gesundheit ist ein Geschenk, das man sich selbst machen muss (Schwedisches Sprichwort)" und "Gesundheit ist nicht alles, aber alles ohne Gesundheit ist nichts (Schopenhauer) fassen das Wesen der Gesundheit und die Abweichung davon treffend zusammen. Den Jugendlichen nehmen in der Regel ihre Gesundheit als selbstverständlich an. Nur Abweichungen zu diesem "Normalfall", z.B. eine eigene (schwerwiegendere) Störung des Wohlbefindens oder eine Krankheit in der Familie oder Verwandtschaft wird bewusst wahrgenommen und lassen Gedanken wie "Wie erhalte ich mich gesund", "Wie verhindere ich in Zukunft Kranksein". Präventive Massnahmen, die das eigene Wohlbefinden in ferner Zukunft (ab Alter 40 und darüber) betreffen wie z.B. Osteoporose bei Frauen oder Herzinfarkt bei Männern sind "Lichtjahre" entfernt ....
Trotzdem muss die Schule auf Fragen der Gesundheit/Krankheit eingehen. Dabei nimmt sie zunächst Rücksicht auf die Bedürfnisse der Jugendlichen (z.B. Fragen zur Haut [Akne, Pickel], Schwangerschaftsverhütung, Sportunfälle [Knochenbrüche, Schädel-/Gehirnverletzungen, Paraplegiker], Auswirkungen von Stimulantien und Drogen (z.B. Rauchen [z.B. Lungenkrebs], Alkohol, weiche und harte (illegale) Drogen), Ernährung (Dicksein/Schlanksein) u.v.a. Aber auch präventives Wissen über unsere Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Krebs, Zuckerkrankheiten, Knochenschwund [Osteoporose] u.a.), die grösstenteils vermeidbar wären, gehören dazu.
Als allgemeine Einleitung könnten wir uns deshalb die Frage stellen: "Wieso gibt es überhaupt Krankheiten?"
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2. Ursachen von Krankheiten
2.1. Gesundheit - Versuch einer Erklärung
Gesund zu sein ist der Wunsch aller Menschen. Doch was ist Gesundheit? Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) versteht man darunter: "Gesundheit ist ein Zustand des des vollkommenen körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen." Gesundheit wird nach dieser Definition nicht mehr nur auf die körperlichen Funktionsabläufe des medizinisch gesunden Menschen beschränkt, sondern mfassend auch auf das geistig-seelische Wohlbefinden ausgedehnt. Die körperliche, die geistige und die soziale Gesundheit sind die drei Eckpfeiler der Gesundheit (siehe Abb. 1: zum Grossbild klicken!!).
Jeder Mensch ist in einer bestimmten Weise eingebunden in Gesellschaft, Familie und Arbeitsplatz, die sein soziales und seelisches Wohlbefinden entscheidend beeinflussen. Auch Lebensstil und die persönlichen Erbanlagen haben einen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen. Insbesondere die geistig-seelische Gesundheit ist durch die Lebensweise unserer modernen Industriegesellschaft stark gefährdet (Stichworte dazu: Auflösung der traditionellen Familienstrukturen, leistungsorientierten Gesellschaft, Stress, Angst vor der Zukunft) und kann das persönliche Wohlbefinden negativ belasten und Auslöser für viele Erkrankungen sein.
Gesundheit heisst, am Leben in möglichst vielen Fassetten teilnehmen zu können.
Das bedeutet
- in die Gesellschaft integriert sein
- sich in der Gesellschaft nützlich machen
- Lebensfreude, Selbstwertgefühl, Leistungsfähigkeiterleben
- persönliche Anerkennung finden
- anhand der eigenen Fähigkeiten einen Lebensplan entwickeln und Lebensperspektiven bewusst verfolgen
- Bereitschaft und Kraft, soziale, seelische und körperlich schwierige Situationen zu bewältigen.
Wichtige Merkmale der Gesundheit
- Leistungsfähigkeit
- Schmerzfreiheit
- Schaffensantrieb
- Konzentrationsfähigkeit
- verantwortungsvolles Denken und Handeln
bestimmen den gesunden Menschen.
2.2. Persönliche Gesundheit - von welchen Faktoren hängt sie ab?
Gesundheit bedeutet, dass der Mensch seine körperlichen und geistigen Funktionen den wechselnden Lebensbedingungen anpassen kann. In diesem Sinn ist Gesundheit kein stabiler Zustand, sondern sie fordert zu ihrer Erhaltung immer die Eigenverantwortlichkeit des Menschen in seiner persönlichen Lebensführung heraus.
Gesundheit und Krankheit eines Menschen werden wesentlich von seinen Erbanlagen, seinem persönlichen Schicksal und durch den natürlichen Alterungsprozess bestimmt.
Krankheiten sind Abweichungen von den normalen Funktionen des Körpers. Diese gestörten Körperfunktionen erkennt man an bestimmten Krankheitszeichen (Symptomen), wie z. B. Schmerzen, Fieber, Schwermut, Herabsetzung der Leistungsfähigkeit und anderem mehr. Krankheiten werden durch innere und äussere Krankheitsursachen ausgelöst. Bei den inneren Ursachen handelt es sich zum Beispiel um Erbanlagen, persönliche Abwehrschwäche und um die seelische Verfassung des Menschen.
Die äusseren Krankheitsursachen bestehen in schädigenden Umwelteinflüssen, Schadstoffen in der Nahrung, Radioaktivität, Mikroorganismen, Lärm oder Fehlernährung, denen der Mensch ausgesetzt ist (vgl. Abb. 2).
Innere Krankheitsursachen sind im Organismus selbst bedingt und tragen wesentlich zur Entstehung von Krankheiten bei. Genetische Defekte können z.B. Unregelmässigkeiten in den Chromosomenzahlen sein (Bsp. Down-Syndrom, auch Trisomie 21 oder Mongolismus genannt) oder in den Genen selbst (z.B. angeborene Phnylketonurie) sein. Bei vielen Krankheiten, wie z.B. Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma oder bei allergischen Erkrankungen, spielen erbliche Anlagen eine erhebliche Rolle. Zum Ausbruch einer Krankheit kommt es meistens dann, wenn zusaätzlich noch andere Ursachen hinzukommen (z.B. erbliche Anlage für Herz-Kreislauf-Erkrankungen + Übergewicht).
Die Krankheitsbereitschaft des Organismus (Disposition) ist eine weitere innere Ursache von Krankheiten. Die Abwehrbereitschaft des Organismus ist hierbei gegenüber Krankheiten gemindert. Der Körper zeigt eine erhöhte Anfälligkeit (vgl. Abb. 3).
Zunehmend belasten auch gesellschaftliche Probleme, z. B. Arbeitslosigkeit, Ehescheidung, Gewalt und Einsamkeit die Gesundheit des Menschen. Besorgniserregend ist die Zahl der durch Alkohol, Drogen- und Medikamentenmissbrauch bedrohten Jugendlichen. Auffallend viele Kinder zeigen Verhaltensstörungen, die eine normale Entwicklung und gesellschaftliche Integration wesentlich verzögern oder stören können.
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3. Überlegungen zum Thema "Gesundsein/Kranksein"
Das "Arbeitsblatt" soll den Einstieg ins Thema erleichtern bzw. "provozieren", indem es einige Gedankenanstösse zur Auseinandersetzung mit dem Thema liefert.
| 1. Was ist "Gesundheit" für mich? |
1.1 Versuche zu beschreiben, was "Gesundheit" für Dich bedeutet!
1.2 Was verstehen die unten erwähnten Personen unter "Gesundheit"? Decken sich deren Vorstellungen mit Deinem Verständnis von Gesundheit?
- "Gesundheit ist das perfekte Funktionieren aller Organe" (Tobias, 16 Jahre)
- Ich bin gesund, wenn ich nicht mit Fieber im Bett liegen muss" (Susi, 6 Jahre)
- "Wenn ich am morgen aufstehen und mir allein meinen Haushalt führen kann, bin ich gesund" (Rentner, 76 Jahre)
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| 2. Meine Erfahrungen mit Gesundsein, bzw. Kranksein |
2.1 Welche Erlebnisse mit Gesundsein/Kranksein sind Dir in besonderer Erinnerung geblieben (was? wann? warum nicht vergessen?)
2.2 Kennst Du jemanden, der wegen Gesundheitsproblemen kein normales Leben führen kann?
2.3 Welche Krankheit macht Dir den stärksten Eindruck? Versuche eine Erklärung zu finden!
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| 3. Mein Wissen um Gesundheit |
3.1 Was würde Deiner Gesundheit ganz schlecht bekommen? Was würde Deine Gesundheit fördern?
3.2 Welche Krankheiten und Gefahren sind besonders für Jugendliche aktuell?
3.3 Was möchtest Du mehr zum Thema Gesundheit/Krankheit wissen? |
4. Literatur/Internet-Adressen
Literatur
RAUM, B., SCHMIDT, G.-D., WILHELM, M. (Hrsg.): Gesundheit. Themenheft für die Sekundarstufe I (Reihe: Natur - Mensch - Technik). - Sabe Verlag, Zürich; Paetec Gesellschaft für Bildung und Technik, Berlin, 1. Aufl. (2000).
UNGERER, O.: Der gesunde Mensch. - Dr. Felix Büchner, Handwerk und Technik, Hamburg, 6. Aufl. (1996)
BOSE, H.-J.: Krankheitslehre. Lehrbuch für die Pflegeberufe. - Springer-Verlag, Berlin, 6. Aufl. (1998).
Internetadressen
Man gibt Quelle (Autor, Institution), URL und kurze Inhaltsbeschreibung an! Beispiel:
BertelsmannSpringer, Medizin Online GmbH: http://www.lifeline.de/. Informationen zum Thema Ernährung und Gesund bleiben.
Reichhaltige Informationen zum Thema Krankheit und Gesundheit/Gesunderhaltung finden sich auf dem Internet, z.B.
zur Gesundheit
zu Krankheiten
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Kurt P. Frischknecht
WS 2001/02
Humanbiologie 1 |
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| Abb. 1: Die drei Eckpfeiler der Gesundheit (Definition nach der WHO) |
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| Abb. 2: Die wichtigsten Ursachen der Entstehung von Krankheiten [nach: HÖLL-STÜBER, 1998] |
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| Abb. 3: Innere und äussere Ursachen führen zur Entstehung von Krankheiten [UNGERER, 1996, mod.] |
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