LEHR- und LERNFORMEN in der PHS-BIOLOGIE

An der PHS kommen vielfältige Lehr- und Lernformen zum Einsatz. Im Fachbereich Biologie sind dies:

V: Lehrveranstaltung (Vorlesung)
Sie dient in erster Linie der systematischen Wissensweitergabe an Studierende und stellt eine nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten gegliederte, zusammenhängende, mündliche Darlegung von Gedanken, Forschungsergebnissen, Erfahrungen, Erkenntnissen und Schlüssen.

Praktische Lehrveranstaltungen beziehen neben der theoretischen Darlegung z.B. das Demonstrationsexperiment mit ein.

Diese Form der Lehrveranstaltung, auch Vorlesung bezeichnet, verlangt vom Zuhörenden auf Grund ihres wissenschaftlichen Niveaus grösste Aufmerksamkeit und Konzentration.

Ohne Vor- und Nachbereitung der dargelegten systematischen Fachdarstellung mit Hilfe der abgegebenen Skripten ist ein angemessenes Nachvollziehen der Ausführungen schwierig.

Die Gruppengrösse wird nur durch die Kapazität des Hörsaals begrenzt.

Ü: Übungen
Übung und Einprägung stehen in Wechselwirkung miteinander. Während bei der in der selbstgeleiteten Lernzeit u.a. durch ständige Wiederholung Informationen, Wissen, Fakten, Kenntnisse, Einsichten und dgl. gesichert werden und im Gedächtnis abrufbar verankert werden sollen, zielt die Übung auf Abläufe, Methoden, Prozesse, also auf Können, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Handlungsvollzüge.

Übungen beinhalten z.B. selbstständige Bearbeitung von Aufgaben, Problemstellungen unter Mithilfe/Beibezug von Dozierenden, Besprechung der Lösungswege, Fallstudien, problem-based-learning, Demonstrationsexperimente inkl.Schultransfer, e-learning Elemente.

Die Gruppengrösse liegt optimal zwischen 15 - 20, sollte aber 25 Studierende nicht übersteigen.

P: Praktikum (Labor)
Veranstaltung in speziellen Kursräumen (Experimentallabors), an der die Teilnehmenden mit Hilfe von Versuchsanleitungen praktisches Wissen selbstständig erarbeiten. Dabei wird sowohl die typisch naturwissenschaftliche Vorgehensweise (siehe hier!!) als auch der Transfer auf die Schulstufe Sek 1 unter strikter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen eingeübt.

Die Gruppengrösse wird durch die intensive Betreuung durch den Dozierenden als auch durch die physische Verfügbarkeit der Laborplätze bedingt und liegt im Biologielabor zwischen 12 bis maximal 15.
E: Exkursionen und Feldpraktikum
Die Exkursion bzw. das Feldpraktikum ist eine Form des ausserschulischen Unterrichts zur direkten, realen (originalen) räumlichen und thematischen Begegnung mit biologischen Sachverhalten (z.B. Vermittlung von Kenntnissen über Arten, Bioindikatoren, Ökologie/ Lebensräume, angewandter Biologie, Pflanzen- und Ökophysiologie).

Ergänzend zur normalen Lehrveranstaltung im Hörsaal soll sie den Studierenden eine zielgerichtete Erfassung biologischer Phänomene, Strukturen und Prozesse ermöglichen.

Die Gruppengrösse liegt optimal zwischen 15-20, sollte aber 25 Studierende nicht übersteigen.

LB: Lern Bar:
Alles ist lernbar, besonders wenn die selbst-organisierte Lernzeit (SOL) sinnvoll gestaltet wird.
Die LernBar ist ein Selbstlernzentrum, das verschiedenste Medien und Ressourcen (PC mit Lernprogrammen, CD-ROMs, Bücher [Fach- und Schulbücher, experimentelle Anleitungen], Internet-Quellen, Labor- und Biologiesammlungsressourcen [z.B. Anatomiemodelle, Video/DVD mit Filmmaterial]) zu einem interaktiven und handlungsorientierten Lehrgang zu verbinden sucht. Dieser feste Arbeitsplatz wird als eine Art reale und virtuelle Lernwerkstatt eingerichtet und ausgestattet (siehe auch hier !!).

Die Lerngruppengrösse sollte 4 Studierende nicht übersteigen.

Allgemeine Leitlinien der an der PHS gepflegten Biologieausbildung sind hier zu finden.

Stand: 16.03.2005