Modulerarbeitung PHS/Modulbeschrieb Rohfassung

BIOLOGIE:
ÜBERSICHT über die ganze BIOLOGIEAUSBILDUNG

1. Fach / Ausbildungsveranstaltung: BIOLOGIE
2. Fassung vom: 20.01.2003
3. Verantwortlich: K. Frischknecht (Fk)

4. Zielsetzung für Gesamtstudium (1.-7. Sem.) Gesamtdotation gem. Stundentafel: 17 SWh
  • Fundamentalwissen: Der Fachbereich Biologie sichert und vertieft Basiswissen und Umgang mit den Lebens- oder Biowissenschaften und ermöglicht so einen Zugang zu einer der spannendsten, dynamischsten und tiefgreifendsten Schlüsselwissenschaft des 21. Jahrhunderts. Die Studierenden sollen Biologie für den späteren Schulkontext mittels der organismischen Schwerpunkte Mensch, Pflanze, Tier und Mikroorganismen als wichtige Grundlage zum Verständnis der Vielfalt des Phänomens Leben kennen lernen.

  • Alltagskontext: Für die Biologie im Alltagskontext setzen sie sich zusätzlich überblicksmässig und kritisch mit den modernen Lebenswissenschaften anhand der Fachbereiche Ökologie, Molekularbiologie sowie der Schlüsseldisziplinen Mikro-/ Bio-/ Gentechnologie mit deren ungeahnter Eingriffstiefe auseinander. Die Studierenden lernen die heute zwingend erforderliche Wissensintegration der organismischen und der molekularen Biologie und sollen die naturwissenschaftlichen Grundlagen unserer biologischen Existenz, aber auch unserer Technik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie unseres künftigen Überlebens auf der einzigartigen "Biosphäre Erde" kognitiv, affektiv und formal erfassen.

  • Biologie & Denken: Sie sollen Biologie als idealen Fachbereich zur Schulung von Kopf (theoretisch-kognitives Fachwissen), Herz (Orientierungswissen, Bioethik, Naturerlebnisse, Umwelt/Umweltschutz) und Hand (Prozesswissen, Bio-Praktika und -Exkursionen, Feldstudien, Selbstlernkurse) erfahren. Als zentrales Anliegen durch die ganze Biologieausbildung hindurch wird der Erwerb von Think Tools wie Critical Thinking (CT), Thinking through Science (STS), Problem Solving Strategies (PBS) und Systems Thinking (ST) u.a. anhand der Problem Based Learning (PBL)-Methode angestrebt.

  • Praktische Biologie: Ein weiterer herausragender Schwerpunkt der PHS-Biologie ist - im Gegensatz zu anderen Pädagogischen Hochschulen - die Akzentuierung der praktischen Biologie: d.h. in jeder Lehr-/ Lernveranstaltung sind praktische Beobachtungen, Demonstrationsversuche, Labor- und Feldübungen ein zentraler Bestandteil, denn Biologie ist und bleibt eine experimentelle Wissenschaft mit enormem Alltagsbezug und von hoher Eingriffstiefe! Eine auf eigenen Beobachtungen und entdeckendem Lernen gestaltete Hochschulbiologie wird sich auch im Schulunterricht positiv auswirken.

5. Zielsetzungen Grundstudium (1.-4. Sem.) Dotation für Grundstudium: 9 SWh
Im Grundstudium muss ein "Biologiefundamentum" angelegt werden, also grundlegendes Fach- und Prozesswissen, das auch ohne weitere Biologiestudien einen Minimalstandard bei der Lehrtätigkeit im Bereich Natur und Technik bzw. Mensch und Umwelt ermöglicht. Die erlebte Faszination in der Auseinandersetzung mit der "Biodiversität der modernen Lebenswissenschaften" bezüglich Strukturen und Funktionen soll den Studierenden Motivation für die weitere notwendige fachliche und persönliche Auseinandersetzung während ihrer Lehrtätigkeit/Weiterbildung und darüber hinaus initiieren. Prioritäres Ziel ist es, die Lebenswissenschaften als Kunst des Suchens nach dem Wahren (Wissen-Von, Wissen-Dass, Wissen-Wie), dem Schönen (Ästhetik) und dem Guten (Ethik) zu vermitteln.

6. Anzahl Module:
4 + 2 + 1 = 7 (Kern-, Fach- und Vertiefungsstudium)

7. Modultitel:
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1. Sem.: Humanbiologie: Die biologischen Grundlagen des Menschen
2. Sem.: Pflanzenbiologie: Pflanze, Mensch und Umwelt
3. Sem.: Zoologie: Tier und Mensch
4. Sem.: Praktische Biologie durch forschendes, entdeckendes und nachvollziehendes Lernen (Biologiepraktikum im Labor, Feld und auf Exkursionen)
5. Sem.: Lebenswissenschaften im Alltag: Zellbiologie, Immunbiologie, Neurobiologie
6. Sem.: Mensch und Umwelt: Allgemeine und Humanökologie
7. Sem.: Biowissenschaften für morgen: Mikrobiologie, Biotechnologie, Gentechnologie, Reproduktionstechnologien
n. Sem.: weitere Bio-Module bzw. Mitwirkung in fächerübergreifenden Modulen

8. Zwingende Modulfolge:
bezüglich Studienabfolge ist M1-4 variabel, M5+6 variabel, aber auf 1-4 aufbauend; M7 auf 1-6 aufbauend. Bezüglich Winter- und Sommersemester sind M2, M4 und M6 jahreszeitlich ans Sommersemester, der Rest frei bzw. an die übrig bleibenden Wintersemester gebunden.

9. Koordinationsfächer/ Schnittstellen mit anderen Fächern:
FW Chemie, Physik/ FD Biologie, BD Natur und Technik/ Exp K Labor S I, Biologie, Chemie, N+T/ FF Intensivkurse Chemie, Biologie, Umweltfragen, Theologisches Kolloquium.

10. Interdisziplinäre Anlässe (Themen/ mit welchen Fächern/ Veranstaltungsform / Zeitliches Ausmass / Zeitpunkt im Studienverlauf):
FF Umweltfragen: aktuelle Probleme/Chemie, Physik, Geografie, Religion/Lehrveranstaltung mit Fallstudien, oder Blockwoche (mit Exkursionen, Feldpraktika) oder vergleichbar heutigem INU / jeweils 1 Semester/ vorzugsweise nach Grundstudium, ab 5. Sem.

11. Zertifizierte Abschlüsse?
Denkbar für das 7. Semester, z.B. im Themenkomplex Mikrobiologie/ Biotechnologie/ Gentechnologie (Zertifikat für Umgang mit Mikroorganismen, Kursleiterberechtigung für Bereich "Schulische Mikrobiologie": z.B. in Absprache und Überwachung durch die SGM [Schweiz. Gesellschaft für Mikrobiologie] und der Abteilung für Mikrobiologie am Institut für Pflanzenbiologie, Universität Zürich).

Eine weitere Möglichkeit wäre, ein Zertifikat für Tier-, Pflanzen- und Mikroorganismen-Spezialisten für die Schulhausbiologie auszugestalten, z.B. in Zusammenarbeit mit Gärtnerei, Zoo, Tierschutz und mikrobiologischer Institution/Fachvereinigung. Diese Spezialisten wissen um die korrekte Anzucht, Pflege, Haltung und Einsatzmöglichkeiten von Organismen im Schulhaus bzw. Unterricht.

12. ICT-Elemente:

Skriptum: zu jedem Modul wird ein Skript in Papier- und/oder e-Form mit interaktiven Zusatzinformationen, z.B. ergänzenden oder zusammenfassenden Abbildungen, Tabellen, Links u.a. abgegeben (Hypertext auf CD-ROM) (Bsp. hier)
Zusatz-
materialien:
zu jedem Modul existieren weitere e-Materialien wie Modulübersicht, Lernziele/Lerneinheiten, Übungen inkl. Lösungsschlüssel, Zusammenfassungen (in Text- und Bildform, inkl. Bild-Textabfolgen zur Einübung des vernetzten Denkens) und Repetitionsfragen inkl. Lösungen (via Browser auf dem Internet jederzeit verfügbar) (Bsp. hier)
Selbstlern-
zentrum:
in der "Lern Bar" im Biologielabor werden Ressourcen aus Biologiesammlung und Labor, Lehr- und Schulbüchern, Internetquellen, CD-ROMs und andere Materialien wie Versuchsanleitungen zur selbstständigen Erarbeitung und Vertiefung der Module als Teil der obligatorischen geleiteten Selbstlernzeit zu einem Lehrgang vernetzt werden
e-Tests: zu jedem Kapitel in jedem Modul werden e-Tests ständig und zu bestimmten Prüfungszeiten auf dem Internet verfügbar sein (Form: erweitertes TopTeachBIO u.a.) (Bsp. hier)
PHS-
Bioforum:
diese PHS-Biowebsite enthält umfangreiche Materialien sowohl für Studierende als auch für amtierende Lehrkräfte (siehe hier und hier)

Stand: 26.08.2003